Da man oft Widersprüchliches über Speiseöle und Fette hört, möchte ich dir alles Wissenswerte über Öle und Fette näher bringen. Man sagt zwar, dass zu viel Fett im Essen dick macht, dennoch sind gesunde Fette essentiell in unserer Ernährung und auch wichtig für den Muskelaufbau.

Aus was bestehen Öle und Fette?

Jedes Fett ist aus verschiedenen Fettsäuren aufgebaut, wobei man unter gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterscheidet. Gesättigte Fettsäuren erkennst du ganz einfach daran, dass sie bei Zimmertemperatur fest sind, dazu gehören tierische Fette, Palm- und Kokosfett. Ungesättigte Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur flüssig. Hierbei unterscheidet man zwischen einfach ungesättigten, zweifach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Welches Öl sich zum Braten und Kochen eignet:

Ich empfehle dir Kokosöl, da es sich aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit sehr gut zum Braten, Kochen und Backen eignet. Der Rauchpunkt von Kokosöl liegt bei 200 Grad, außerdem ist es geschmacksneutral und sehr lange haltbar. Ich empfehle dir ausschließlich kaltgepresstes und natives Bio-Kokosfett zu verwenden.

Für die heiße Küche dürfen auf keinen Fall Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren verwendet werden, da beim Erhitzen schnell krebserregende Substanzen entstehen können. Also bloß keine kaltgepressten, nativen Öle benutzen!

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Gesunde Speiseöle:

 

Erdnussöl:

Durch Exrahieren mit Lösungsmitteln oder durch Auswaschen wird den fettreichen Erdnüssen das Öl zuerst entzogen und dann raffiniert. Das Öl hat einen sehr milden Geschmack und ist fast farblos. Erdnussöl hat einen bis zu 80%-hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Außerdem sind ca. 23 mg Vitamin E enthalten, welches für eine Stärkung des Immunsystems sorgt und die Zellerneuerung fördert. Außerdem enthält das Öl weiterhin viele weitere Vitamine (B1, D, E,K) und gesunde Omega-Fettsäuren.

Erdnussöl wird sehr vielseitig verwendet. Es hilft z.B.  den Cholesterinspiegel zu senken, ist in zahlreichen kosmetischen oder medizinischen Produkten enthalten und kann sehr gut bei Darmproblemen helfen.

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Kürbiskernöl:

Kürbiskernöl ist mit seinem nussigen, leicht süßlichen Geschmack sehr beliebt um vielen Gerichten die letzte Würze zu verpassen. Außerdem kann es sich positiv auf folgende Krankheitsbilder auswirken:

  • zu hoher Blutdruck / Cholesterinspiegel
  • Haarausfall &  trockene Haut
  • Blasenentzündung
  • Magen-Darm-Erkrankungen uvm.

Ebenso sind sehr viele wichtige Nährstoffe enthalten wie z.B.:

  • Vitamine (A, B1, B2, C)
  • Niacin
  • Biotin
  • eine Vielzahl an Mineralstoffen (wie Magnesium, Zink, Eisen,…)

Du solltest darauf achten, das Öl niemals heißer als 100°C zu erhitzen, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen und unangenehme Bitterstoffe entwickelt werden.

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Leinöl:

Leinöl zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren aus. Es passt u.a. gut zu gedünstetem Gemüse, zu Salaten oder auf ein einfaches Tomatenbrot. Wer regelmäßig Leinöl zu sich nimmt, kann Arteriosklerose vorbeugen, Diabetes vermeiden und Arthrose- oder Rheumabeschwerden lindern. Außerdem hilft es den Blutdruck zu regulieren und kann, dank seinen vielen Omega 3 Fettsäuren, vor einem Herzinfarkt schützen. Leinöl eignet sich auch hervorragend als Holzschutz um zum Beispiel Möbel, Fenster, Holzfassaden usw. zu imprägnieren.

Aber auch für dieses empfindliche Öl gilt: Nicht zum Braten verwenden, da es durch das Erhitzen an Geschmack und Geruch verliert und weniger verträglich wird.

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Hanföl:

In Hanföl sind viele wertvolle Fettsäuren, Vitamine und Mineralien enthalten. Es sollte überwiegend kalt verwendet werden, denn auch hier können durch Erhitzen wichtige Inhaltsstoffe zerstört werden. Hanföl wirkt sich positiv auf die Haut aus und kann Neurodermitis lindern. Hierzu ist nicht nur das Auftragen auf die Haut, sondern auch die tägliche Einnahme von Hanföl wichtig. Schon 20 ml. täglich helfen das Hautbild zu verbessern und verleihen der Haut neue Feuchtigkeit und Spannung.

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Welche Öle vermieden werden sollen:

Es soll unbedingt auf Transfette verzichtet werden, auch tierische Fette sollen nicht zu viel verzehrt werden. Transfette entstehen hauptsächlich beim Braten oder Frittieren und sind enthalten in Chips, Pommes, Panaden, Müsliriegeln, Saucen usw. Verzichte auf solche Produkte wenn du dich gesund ernähren möchtest!

Auch auf raffiniertes Palmöl solltest du verzichten. Palmöl wird in sehr vielen, beliebten Produkten verarbeitet. Schau beim Einkaufen also genauer auf die Zutaten und kaufe keine Produkte, welche Palmfett enthalten. Außerdem ist die weite Verbreitung von Palmöl für das Artensterben verantwortlich, da für das Anbauen weite teile des Regenwaldes gerodet werden.